Heute möchte ich meine Erfahrungen mit der iPad App von ProfiFoto mitteilen. Da ich mich ständig verbessern möchte, versuche ich auch so viel wie möglich zu lesen. Egal ob Zeitschriften oder auch auf dem iPad. Da ich anderweitig viel unterwegs bin, freue ich mich über jede umgesetzte Zeitschrift auf dem iPad. Die ProfiFoto App gibt es zur Zeit kostenlos und finanziert sich wohl über die Werbung im Heft. Die App benötigt gerade einmal 1 Megabyte Platz auf dem iPad. Wenn man dann aber die erste Ausgabe herunterlädt, ändert sich das Verhältnis rasant. Die aktuelle Ausgabe bringt es auf runde 650 Megabyte!! Was ganz ordentlich ist. Ein aktueller Spiegel bringt es im Vergleich auf rund 430 Megabyte. In diesen 650 Mbyte sind aber auch einige Filme integriert, die das multimediale Erlebnis abrunden sollen.
Schon in der ersten Einführung, spricht in einem kurzen Video der Chefredakteur zum Leser und preist die neuen Möglichkeiten an und das man Pionierarbeit leistet. Stimmt. Es macht die Rucksäcke doch viel leichter, wenn man unterwegs ist. Aber stimmt auch der Inhalt und das Handling der App? Das werde ich jetzt mal näher beleuchten.
1. Handling
Die App startet zügig und zeigt so gleich das erste Titelblatt an, welches oben angezeigt wird. Lesen kann man die Ausgabe aber erst, wenn man auf #View# unter dem Titelblatt drückt. Ein Druck auf das Bild führt nicht zum Start der Ausgabe. Was ich persönlich ein wenig schade finde. Aber es geht auch so flott los.
Steuern tut man die App durch horizontales und vertikales flippen mit dem Finger. Das Inhaltsverzeichnis stellt sich zum Beispiel über zwei Seiten dar. Und kann über horizontrales scrollen bewegt werden. (Der blaue Strich stellt die Trennung der zwei Seiten dar.)
So kommt man durch die gesamte Ausgabe. Artikel können ebenfalls vertikal verfolgt werden. Zum nächsten Artikel kommt man von jeder Stelle auf der vorherigen Seite, dann wieder durch ein horizontales flippen. Auf dem Bild unten sieht man die Steuerungssymbole. Das Haus-Symbol bringt einen zurück zur Ausgaben-Auswahl. Der Pfeil daneben bringt einen zurück zum Inhaltsverzeichnis.
Die daneben liegenden horizontalen Zeilen, zeigen einem eine Übersicht, wie man sie aus PDF-Dokumenten kennt.
Das sind so weit alles Buttons auf der linken Seite. Der rechte Button zeigt vertikale Linien, die, sollte man den Button drücken eine Gesamtübersicht des Magazins anzeigt. Eine Art Artikelbaum, durch den man ganz leicht navigieren kann.
An der unteren Seite sieht man dann auch noch einen Scrollbalken über den man ebenfalls zwischen den Artikeln hin und her switchen kann. Alles in allem finde ich die Steuerung gelungen. Es geht einfach und locker vom Finger. Man sollte nur wissen, dass man die Artikel vertikal lesen muss. Was aber nicht weiter stört. Es geht hinter einander weg und man kann gut von einem zum nächsten Artikel durch diese Technik springen. Auch die Werbung wird so dargestellt. Interessant ist auch die Art selbiger. Im Beispiel unten sieht man eine Anzeige für einen Shop, in der eine Panoramaansicht des Ladengeschäfts zu sehen ist. Das finde ich eine geschickte Erweiterung von Anzeigen.
2. Inhalt
Der Inhalt des Magazins richtet sich an die Profifotografen oder solche, die es werden möchten. Dem entsprechend sind die Artikel auch für selbige Klientel geschrieben. Am Anfang gibt es die BEST OFF Notizen, in denen über die neuesten Gewinner von Wettbewerben, Marktneuigkeiten und Auszeichnungen detailiert berichtet wird. Das finde ich ganz interessant, da man sonst selten von solchen Dingen liest und hört. Nach ein wenig Werbung kann man sich eine Umfrage unter renomierten Fotografen zu Gemüte führen, die recht ausführliche Antworten bereit hält.
In einem Artikel über Krentz Photography gibt es nicht nur Bilder sonder auch einen Film über die Produktion von Bildern. Hier kann man sich immer ganz gute Tipps für das eigene Studio holen, wenn man diese Filme genau beobachtet. In einem weiteren Artikel ist dann auch mal eine kleine Galerie mit fünf Bildern integriert. Neben weiteren Artikeln über Fotografen im Studio oder der weiten Welt, darf natürlich auch ein Kameratest nicht fehlen. In der aktuellen Erstausgabe handelt es sich um die Sony NEX-5 und NEX-3. Was ich persönlich am liebsten lese. Ich bin einfach ein Fan von guten Testberichten. Auch dazu gibt es ein Video, welches aber leider nur das Werbevideo von Sony ist. Ein “live” Test fände ich da mit ein paar Testbildern noch besser. Davon gibt es aber überhaupt keine zu sehen. Lediglich die von Sony zur Verfügung gestellten Gerätebilder.
Ganz anders ist es dann beim Testbericht über die Hasselblad H4D-40. Da gibt es kein Video, dafür aber Bewertungen zur Bildqualität, Auflösung, Handhabung und Ausstattung. Außerdem gibt es Testbilder zum Autofokus und der Bildqualität. Ein Fazit darf da natürlich auch nicht fehlen.
Nach einer weiteren Reportage über ein Mietstudio und der Marktübersicht zu Digibacks, gibt es noch ein Best Off Neuheiten. Hier wird die ein oder andere Neuigkeit zu Kameras, Software und Zubehör angerissen. Das ganze ist recht ausführlich gehalten und bringt die nützlichsten Informationen auf den Punkt. Zum guten Schluss gibt es noch einmal Werbung mit anklickbaren Videos.
3. Fazit
Man muss hier natürlich sagen, dass die App für 0,- Euro zu haben ist und die aktuelle Ausgabe auch kostenlos geladen werden kann. Da kann man eigentlich nur eine Empfehlung geben und die heißt laden, wenn man den Platz auf dem iPad übrig hat. Löschen kann man natürlich jede Ausgabe, wenn man sie gelesen hat oder sie einen nicht interessiert. Die Steuerung ist für mich gut gemacht und reagiert ordentlich und direkt auf die Eingaben. Die Videos in der Werbung zu entsprechenden Produkten, geben einen noch tieferen Einblick zum Produkt. Alles in allem eine neue Art ein Magazin zu lesen.