Zell am See Tour – Teil 3

Zell am See Tour – Teil 3

Am dritten Tag war es auch schon wieder an der Zeit die Rückreise anzutreten. Wir waren wie schon erwähnt die letzten Gäste, die das Hotel vor der Pause verliessen. Das Wetter hatte sich in der Nacht nicht so geändert, dass wir in eine strahlende Sonne blicken konnten. Als alle Reiseutensilien im Auto verstaut waren, machten wir uns auf den Weg. Es stand immer noch die Frage im Raum, wass machen wir mit dem angebrochenen Tag? Es gab keinen konkreten Plan und die Ideen waren auch nicht in Massen vorhanden. Eigentlich komisch, da es in dieser Ecke doch so viele Attraktionen gibt. Wenn man sich mal genau damit beschäftigt.

Auf der Strecke fuhren wir an einem Bergbaumuseum vorbei. Wir liessen es aber links liegen. Es war irgendwie nicht die Stimmung danach. Nach ein paar weiteren Kilometern durch das Tal mit den steil ansteigenden Bergen, stand ein Schild an der Straße, wo es zur Seisenbergklamm ging. Die Berge waren immer noch in Nebel und Dunst getaucht, so dass man die Spitzen nicht sehen und auch nicht erahnen konnte. Ob der Plan jetzt so gut war, konnte ich nicht sagen, da ich aber von so einer Klamm schon in Kaprun gelesen habe, wir selbige aber nicht besucht haben, dachte ich wäre das doch ein schöner Stop mit der Möglichkeit ein paar nette Bilder zu machen. Gedacht geparkt in Weißbach und los gelaufen. Da das Wetter immer noch sehr regnerisch und kalt war, habe ich nur meine kleine Kamera mitgenommen. Sie sollte ausreichen.

Es ging also los. Jacke zu und Mütze auf. Der Eintritt für den Besuch belief sich auf 3,50 Euro pro Person. Was nicht zuviel ist wie ich finde. Für dieses Geld hätte man auch bei schönem Wetter ein ganzes Areal in den Bergen von Weißbach abwandern können. Almen und Aussichtspunkte wären zur Genüge vorhanden gewesen. Wir wollten aber bei diesem ungemütlichen Wetter nur den Gang durch die Klamm antreten. Zu sehen, wo der Fluss sich in den vergangenen tausenden Jahren den Weg gebahnt hatte, stellte ich mir spannend vor. Informationen zur Seisenbergklamm gibt es hier.

Direkt nach dem Eingang bietet sich dann auch schon der Blick auf ein altes Sägewerk mit einem davor liegenden Kraftwerk, welches das Sägewerk mit Energie versorgt.

Kraftwerk Seisenbergklamm

Kraftwerk Seisenbergklamm

An dieser Stelle wurde das Wasser weiter oben einfach umgeleitet und über ein Bretterwasserbett in das Kraftwerk geführt. Wie man auf dem Bild sieht, hielt auch dort schon der Herbst einzug. Die Blätter zeigten sich wieder in ihren schönsten Farben. Ein paar Meter nach dem Kraftwerk ging es dann auch schon in die Klamm. Auf dem Bild unten sieht man links die Wasserführung zum Kraftwerk und rechts den Wandersteg durch die Klamm.

Eingang zur Seisenbergklamm

Eingang zur Seisenbergklamm

Dieser Wandersteg ist in der Breite gerade mal so ausgelegt, dass eine Person darauf laufen kann. Es geht, bis auf ein paar wenige Stellen, nur hinter einander weg. Bei nassem Wetter sollte man auch ein wenig aufpassen, dass man nicht auf einer der unzähligen Stufen ausrutscht. Gutes Schuhwerk ist trotz der Stege von Vorteil. Der Weg ist doch recht lang und es geht viel bergauf und später dann zurück wieder bergab.

Seisenbergweg den Berg hoch

Seisenbergklamm Aufstieg

Auf dem Bild deutet sich schon das sehr schöne grünliche Wasser an, welches sich den Weg durch die Klamm bahnt. Unterwegs gibt es dann auch eine Vielzahl von kleineren Wasserfällen.

Wasserfall 1 Seisenbergklamm

Erster Wasserfall in der Seisenbergklamm

Es ging danach immer tiefer in den Berg hinein. Die Wege wurden enger. Noch muss man nicht den Kopf einziehen aber auch das sollte auf dem weiteren Weg noch der Fall sein.

Weg wird schmaler

Tiefer in der Klamm

Es ging also immer tiefer in die Klamm, welche dann auch Dunkelklamm genannt wurde. Die Berge schlossen sich über unseren Köpfen fast wieder zusammen. Durch das recht schlechte Wetter, war es in der Klamm sehr dunkel. Da hat leider auch der Blitz meiner kleinen Kammera keine schönen Ergebnisse geliefert. Das einzige Foto, welches zu verwerten war, ist dieses an der 80cm breiten Durchgangsstelle der Klamm.

Ich an der 80cm Stelle der Klamm

Der 80cm breite Durchgang

Wie man sieht, musste man sich dort doch ein wenig verrenken um durch zu kommen. Am Ende der Klamm war man dann auch schon im freien angekommen. Rund um uns bot sich der Wald für weitere Wanderungen an. Da wir aber weiter Richtung Heimat wollten, machten wir uns nach rund einer Stunde Aufstieg an den Abstieg, der naturgemäß schneller geht. Alles in allem war es eine sehr schöne kurze Wanderung. Selbst für dieses regnerische Wetter konnte ich doch ein paar schöne Fotos machen, wie ich finde. Ein paar mehr Bilder gibt es auch noch auf meiner Flickr Seite.

Einen Kommentar schreiben